Serenadenkonzert
Ensemble Col Basso
| 8. Juli 2006 |
20.00 Uhr |
Museumsgarten |
Hallstatt |
| (bei Schlechtwetter im Kultur- und Kongresshaus Hallstatt) |
L. Boccherini
Quintett in B-Dur, G 337
Andante Lento/Allegro vivo/Tempo diMinuetto/Grave/Allegro vivo/Rondeau
W. A. Mozart
Grande Sestetto Concertante KV 364
(Sinfonia Concertante)
Allegro maestoso/Andante/Presto
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G. Bottesini
Gran Quintetto in c-Moll
Un mio ricordo a Saverio Mercadante.
Für Streichquartett und Kontrabass
Allegro moderato/Allegro ma non troppo/
Adagio/Finale: Allegro con brio
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Luigi Boccherini
(1743 - 1805)
Die Geschliffenheit, Leichtigkeit und Anmut der Musik L. Boccherinis hat den französischen Ästhetiker Charles-Julien Lioult de Chèndollé zu dem Vergleich bewogen, sie sei „wie ein Traum, wie ein Parfum“. Der Violinist Giuseppe Puppo hingegen meinte hinsichtlich ihrer fließenden und weichgezeichneten Formen, Boccherini sei wohl „Haydns Frau“. Zwei Urteile, die bezeichnend sind für den Stellenwert, der dem am 19. Februar 1743 im italienischen Lucca geborenen Komponisten bis heute eingeräumt wird.
Giovanni Bottesini
(1821 - 1889)
Der 1821 in Crema geborene Komponist zeigte bereits als Chorknabe eine so außergewöhnliche musikalische Begabung, dass er mit elf Jahren an das Mailänder Konservatorium aufgenommen wurde.
Dort gab es nur einen Platz für einen Kontrabassschüler. Bottesini brachte es in kürzester Zeit zu unglaublicher Virtuosität auf seinem Instrument und war zeit seines Lebens ein gefragter Solist, der mit seinem dreisaitigen basso da camera die Welt bereiste. Seine Kompositionen sind deutlich von den ital. Meistern des Belcanto beeinflusst.
W. A. Mozart
Grand Sestetto Concertante KV 364
Unzweifelbarer Höhepunkt Mozarts vor-wienerischen Konzertschaffens weist die Concertante erstmals jenen symphonischen Tonfall auf, der die späteren Konzerte beherrschen sollte. Er schlägt sich nicht nur in dem majestosen Charakter der Eröffnung nieder, der über den ganzen ersten Satz beibehalten wird, sondern wesentlich im Verhältnis zueinander. Die Soli rangieren hier wie Individuen aufeinander:
Sie treten begleitend hinzu, sie widersprechen oder sie vereinen sich in paralleler Stimmführung. Dieser Dialog setzt sich im Kernsatz des Konzertes, im c-Moll-Andante, fort. Die nächtlichen Stimmungen des Mittelsatzes setzt das abschließende Presto im kurzgliedrigen 2/4-Takt wieder die geballte Lebensfreude entgegen:
Virtuosität einerseits wie das musikalische Spiel mit teils nicht, teils erst zu spät erfüllten Hörerwartungen kennzeichnen den Satz.