Festivalabschluss
Requiem KV 626
W. A. Mozart
| 28. Oktober 2006 |
20.00 Uhr |
Evangelische Kirche |
Bad Goisern |
| Sopran: Maria Hauser
Alt: Monika Waeckerle
Tenor: Bernhard Berchtold
Bass: Wolfgang Moosgassner
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Chor: Schola Cantorum
Dirigent: Peter WesenAuer
Orchester:
Sinfonietta da Camera Salzburg
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W. A. Mozart
Requiem, KV 626
Das Dunkel, das lange Zeit über dem Entstehungsanlass von Mozarts unvollendeter Totenmesse lag und im 19. Jahrhundert für einige Legendenbildung sorgte, ist heute weitgehend gelichtet worden. Der „graue Bote“, der im Frühsommer 1791 das Requiem bestellte, handelte im Auftrag des niederösterreichischen Grafen Franz von Waldegg-Stuppach. Dieser liebte es, bei namhaften Komponisten anonym Werke zu bestellen, die er anschließend eigenhändig abschrieb, um seine Musiker raten zu lassen, aus welcher Feder sie stammten. So lag auch bei der von dem Tod seiner Frau inspirierten Bestellung eines Requiems eher eine aristokratische Form des Amüsements vor, als der Versuch eines Plagiats.
Trotz mehrfacher Unterbrechung durch die Pragreise zur Aufführung des Titos und der Komposition an der Zauberflöte hat Mozart immerhin vollständig den Introitus und das Kyrie hinterlassen:
Die Sequenz, die nach 8 Takten des abschließenden Lacrimosa abbricht, liegt ebenso wie das anschließende Domine Jesu und Hostias in einem Particell vor. Immerhin sind die Skizzen gerade im Dies Irae soweit gediehen, dass ein einigermaßen talentierter Komponist sie durchaus im Sinne Mozarts vollenden konnte.
Dies geschah durch Franz Xaver Süßmayr, der nach dem offensichtlich überforderten Eybler den Auftrag zur Vollendung erhielt; inwieweit die autograf nicht vorhandenen Sätze: Sanctus, Benedictus und Agnus sowie die an den Anfang anknüpfende, Communio dem Willen Mozarts entsprechen, ist nicht bekannt.