Szenarische Lesung mit Musik
Mozart & Mutter
| 26. Juli 2006 |
20.00 Uhr |
Café Maislinger |
Bad Goisern |
Von
Helmut Korherr |
Mit
Gabriele Schuchter und
Christoph von Friedl
|
Mozart & Mutter
Über Wolfgang Amadeus Mozart ist unendlich viel geschrieben worden - auch über zahlreiche Personen aus seinem Umfeld weiß man etliches. Jedoch über die Mutter des Genies ist relativ wenig bekannt. Daher versucht nun der österreichische Autor Helmut Korherr mit „Mozart & Mutter“ diese Lücke zu schließen. Aufgrund der spärlichen Originaldokumente, die die Person der Mutter (geboren als Anna Maria Walburga Pertl) betreffen, erwies sich dieses Unterfangen als besonders schwierig.
Doch der Autor ist im Recherchieren geübt, da er schon einige literarische Lebensbilder erfolgreich verfasste. So sind 2002 in der Edition Roetzer „Drei literarische Frauenbilder“ erschienen. In diesem Buch wird das Leben von George Sand, Bertha von Suttner und Eleonora Duse behandelt.
Die Erfahrungen beim Aufspüren historischer Tatsachen kamen also dem Autor beim Projekt „Mozart & Mutter“ sehr zugute.
Zur Handlung von
Mozart & Mutter
Den äußeren Rahmen der Handlung bildet Mozarts Reise nach Deutschland und Frankreich, die er 1777 erstmals ohne den Vater Leopold antreten muss, da dieser auf Geheiß des Erzbischofs Colloredo in Salzburg zu verbleiben hat.
Als Begleitung des 21-Jährigen fungiert notgedrungen die Mutter. Sie soll darauf achten, dass Wolfgang nicht zu viel Unsinn anstellt und dass er seine Karriere ernsthaft vorantreibt. Dieser Aufgabe ist sie nicht ganz gewachsen. Der junge Mozart verliebt sich immer wieder unsterblich und seine Handlungen werden einigermaßen unberechenbar. Nach der erfolglosen Suche nach einer würdigen Position an einem deutschen Fürstenhof soll Wolfgang sein Glück in Paris versuchen. Der Vater leidet sehr darunter, dass er bloß briefliche Anweisungen und Ratschläge erteilen kann. In der französischen Metropole ist Wolfgang viel unterwegs; die Mutter fühlt sich daher oft einsam und gibt in einem verzweiflungsvollem Monolog ihrer seelischen Verfassung Ausdruck.
Eine Erkältung, die sie sich bei einer eisigen Kutschfahrt eingefangen hatte, führt schließlich 1778 zum Tod in Paris. Wolfgang ist verzweifelt, reift aber an dieser Tragödie.