Konzert
Trio Tableaux
| 3. Juni 2006 |
20.00 Uhr |
Kultur- und Kongresshaus |
Hallstatt |
W. A. Mozart:
Klaviertrio C-Dur, KV 548
Allegro/Andante cantabile/Allegro
D. Schostakowitsch:
Trio Nr. 1, c-Moll, Op. 8
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J. Brahms:
Trio Nr. 1, H-Dur, Op. 8
Allegro con brio/Scherzo,
Allegro molto/Adagio/Allegro |
W. A. Mozart
Klaviertrio C-Dur, KV 548Sein erstes Allegro setzt sehr energisch im punktierten fanfarenartigen Unisono der drei Instrumente ein. Dieses markante Motiv kehrt gegen Ende der Exposition wieder und prägt sodann im imitatorischenNacheinander den ersten Teil der Durch-führung. Ruhender Mittelpunkt des Werkes ist zweifellos das melodisch strömende Andante cantabile (F-Dur), in dem ausdrücklich und intensiv auch das Violoncello solistisch in den Vordergrund treten darf. Im Finale schließen sich die beiden Streichinstrumente noch wesentlich enger zusammen und bilden oft einen gemeinsamen Widerpart gegen das Klavier. Der Mittelteil weicht pathetisch nach c-Moll aus und ist in abgeschlossener überschaubarer Dreiteiligkeit von seiner verspielten Umgebung abgehoben.
D. Schostakowitsch
Trio Nr. 1 c-Moll, Op. 8
Dimitri Schostakowitsch komponierte das Trio Nr. 1 für Violine, Violoncello und Klavier c-Moll, Op. 8 im Herbst 1923, also noch während seiner Studien am Petrograder Konservatorium. Hier wurde das Werk auch im Dezember desselben Jahres im Rahmen eines Studentenkonzertes uraufgeführt. Öffentlich erklang es erstmals am 20. März 1925 im Kleinen Saal des Moskauer Konservatoriums, vorgetragen von N. Fedorow (Violine), A. Jegorow (Violoncello) und L. Oborin (Klavier). Widmungsträgerin dieser Komposition ist Tatjana I. Gliwenko, mit der der Komponist während seines Aufenthaltes in Gaspra an der Krim in den Monaten Juli/August 1923 Freundschaft geschlossen hatte.
J. Brahms
Trio Nr. 1, H-Dur, Op. 8Brahms war 20 Jahre alt, als er sein H-Dur-Trio schrieb. Es war nicht sein erstes Kammermusikwerk, aber es war das erste, das er für gut genug hielt, um es veröffentlichen zu können. Es ist uns heute allerdings nicht in derselben Form überliefert, in der es 1855 in den USA uraufgeführt wurde: Brahms überarbeitete sein überschwängliches Jugendwerk später auf drastische Weise und schrieb bis auf den 2. Satz fast alles neu. Die heute vorliegende Fassung ist somit eine Kombination von jugendlicher Schöpfer-kraft und reifer Einsicht und Meisterschaft. Die schöpferische Eingebung des ursprünglichen Werkes blieb bei der Überarbeitung jedoch erhalten; in beiden Fassungen ist das Trio eines seiner fantasievollsten und eindringlichsten Werke.