Veranstaltungsdetails
CLUBBING
„kv_recoloured mozart.clarinet.house.dance.“
featuring Jon Sass und DJane Estel-la

Freitag, 31. August 2007 20.30 Uhr
Heizwerk, Bad Goisern

DJane: Estel-la (Hamburg)

Komposition, Klarinette,
Kontrabassklarinette, Electronics:

Programming, Tontechnik:

Tanz:


Licht-Design:
Tuba: Jon Sass (New York)


Christian Kapun

Sebastian Bammer

Heidi Baumgartner,
Daniela Schwarzbach

Franz Josef Weilguni

Solange die Kondition reicht

Mit ein Schwerpunkt des Salzkammergut Mozartfestivals ist die Jugend. Das zeigt sich einerseits an den Auftritten der jungen Preisträger von Prima la Musica, andererseits am Clubbing, das sich in erster Linie an eine sehr junge Zielgruppe wendet. Genau gesagt befindet sich die „Youth Zone“ des Festivals im Bad Goiserer Heizwerk. In diesem ungewöhnlichen Ambiente präsentieren regionale und internationale Künstler ihre durchaus ungewöhnliche Art, sich dem Thema Mozart zu nähern. Estel-la, eine der ersten weiblichen DJs, zeigt, wozu sie im professionellen Umgang mit Vinyl-Scheiben fähig ist. Jon Sass holt das Letzte aus seiner Tuba heraus, Christian Kapun sorgt mit seiner Riesenklarinette für Aufsehen, ebenso wie zwei Hip-Hop-Tänzerinnen, die zu House-Grooves ihre Körper bewegen - übrigens ein klarer Hinweis darauf, dass es auch bei diesem Clubbing nicht um regungsloses Lauschen, sondern um den rhythmischen Einsatz des gesamten Körpers geht. Die Kondition bestimmt auch die Länge dieses Abends, der grundsätzlich kein vorausbestimmtes Ende hat. Apropos Ende: Wie jede Veranstaltung beginnt auch diese mit dem Bezahlen des Eintritts. Der ist bei diesem Clubbing wirklich sehr human, macht er doch nur 14 Euro aus. Und Jugendliche bis 18 zahlen sogar davon nur die Hälfte. Macht dann 7 Euro inkl. ein Gratis-Getränk an der Bar. Wenn das kein Angebot ist?

Die Künstler im Kurzportrait

Estel-la. Als die heute 31-jährige Hamburgerin mit dem Auflegen anfing, konnte man die Anzahl weiblicher DJs noch an beiden Händen abzählen. Was sich mittlerweile zum Glück geändert hat! Angefangen mit Hip-Hop, R&B und Reggae legte Estel-la erstmals in kleineren Bars und Klubs auf. Doch bald schon mussten neue, schnellere Beats ins Haus. So war es ein einfacher Schritt zur elektronischen Musik. Beflügelt durch „Deep and Tecky House Tunes“, dazu druckvolle Elektrobeats, beeindruckt sie konsequent ihre Anhänger - oftmals zusammen mit anderen DJs wie Andrea Parker, DJ Cosmik, Digitalism, Azzido da Bass oder als Support für Erasure.

Jon Sass, 1961 in New York geboren, mit 16 besuchte er die berühmte „High School of Music & Art “ in Harlem, die heute „Fiorello H. LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts“ heißt, und lernte dort die Tuba zu spielen. Im Alter von 18 Jahren engagierte ihn das Vienna Art Orchestra für eine Europatournee. Nach dem Studium ging er nach Europa, wo er in Wien mit dem holländischen Blues-Gitarristen Hans Theessink sowie mit dem beliebten Blechbläser-Quintett „Art of Brass Vienna“ zusammenarbeitete. Jon hat mit Weltklassekünstlern wie Ray Anderson, Boston Symphony, Empire Brass, Art of Brass Vienna, Butch Morris, David Murry, Leon Thomas, Gideon Kremer, Bobby Shew und vielen anderen gespielt. Mit dem Hit-Produzenten Peter Wolf ging er ins Studio. Jons langer Aufenthalt in Europa hat seine stilistische Flexibilität und seine Fähigkeit, sich in Klassik, Jazz und Avantgarde zu Hause zu fühlen und sich cross-over-mäßig zwischen den dreien zu bewegen, sehr gefördert. Seine frühen musikalischen Wurzeln liegen im R&B, Soul, Groove, Funk and Blues. Er hat mit seiner Tuba die ganze Welt bereist, von Brasilien bis Japan, von Afrika bis Russland, wo er sein reiches musikalisches Erbe als Repräsentant amerikanischer Kultur vermitteln konnte.

Christian Kapun, Konzertdiplom an der Musikhochschule in Bern bei Ernesto Molinari. Auftritte im Konzerthaus Wien, Brucknerhaus Linz, bei den Salzburger Festspielen, beim Festival der Stadt Bordeaux, bei den Berliner Festwochen sowie am Konservatorium in Riga. Die intensive Beschäftigung mit der drei Meter langen Subbassklarinette führte zu zahlreichen Orchesterengagements.

Di. 07.02.2012
11:52
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