Oper |
(In italienischer Sprache) |
W. A. Mozart: Così fan tutte
Samstag, 18. August 2007 (Premiere)
Sonntag, 19. August 2007
Montag, 20. August 2007
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19.00 Uhr |
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| Kultur- und Kongresshaus, Hallstatt |
Dirigent:
Regie:
Bühnenbild und Kostüme:
Musikalische Assistenz:
Orchester:
Chor:
Choreinstudierung:
Continuo:
Fiordiligi:
Dorabella: Guglielmo:
Ferrando:
Despina:
Don Alfonso: |
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Peter WesenAuer
Wolfgang Schilly
Vazul Matusz
Peter Deutsch
Sinfonietta da Camera Salzburg
Kammerchor Bad Ischl
Christine Wieder Fernando Arujo
Birgit Heindler
Monika Waeckerle
Clemens Unterreiner
Stelian Gheorghe
Eva Schossleitner
Apostol Milenkov |
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Liebesprobe im Opernhimmel
Was geschieht, wenn sich zwei Freunde an einer Wette beteiligen, der zufolge kein weibliches Wesen von Natur aus treu sei? Und wenn sie es prompt als verkleidete Albaner an ihren Geliebten ausprobieren? Nun, da bleibt Ernüchterung nicht aus. Das Lehrstück für Liebende will in ästhetisch ambitioniertem Theaterzauber dem drohenden Gleichmaß der Dinge mit Witz und Temperament begegnen und ins Zentrum menschlichen Daseins führen: in eine Leidensfähigkeit und Verletzlichkeit, die sich am Anderen entzündet und das gewaltige Panorama menschlicher Gefühle sichtbar macht.
Mit der Komposition von „Così fan tutte“, nach einem Text von Lorenzo da Ponte, begann Mozart im Herbst des Jahres 1789. Die Uraufführung ging am 26. Jänner 1790 am Wiener Burgtheater über die Bühne. Das Libretto war ursprünglich für Antonio Salieri, dem ewigen Konkurrenten Mozarts, bestimmt. Er hatte seine Komposition im Jahr 1789 begonnen, aber aus unbekannten Gründen nicht vollendet.
„Così fan tutte“ ist nach „Le nozze di Figaro“ und „Don Giovanni“ die letzte der drei Buffo-Opern, die Mozart auf einen Text von Lorenzo da Ponte schrieb. Den Auftrag dafür erhielt Mozart von Kaiser Joseph II. Das Werk war lange Zeit umstritten. Schon kurz nach Mozarts Tod wurde Kritik am angeblich albernen und unmoralischen Textbuch geübt. Abfällige Äußerungen sind u. a. von Ludwig van Beethoven und Richard Wagner überliefert. Erst im 20. Jahrhundert wurde „Così fan tutte“ als gleichberechtigtes Meisterwerk neben „Figaro“ und „Don Giovanni“ akzeptiert. Von der Brillanz des Werkes überzeugt, stellt Regisseur Wolfgang Schilly an den Anfang seiner Inszenierung auch einige Fragen:
„Hat uns ein Werk wie ,Così fan tutte‘ heute noch etwas zu sagen oder lassen wir uns nur von der über jeden Zweifel erhabenen Musik verzaubern? Können wir uns heute noch mit den handelnden Personen identifizieren? Wir glauben, dass das Theatergenie Mozart nicht grundlos Da Pontes pessimistischstes Libretto mit einer zauberhaften Musik versehen hat und wollen versuchen auch dem Text gerecht zu werden. Wenn uns dies gelingt, ist auch dem Genie Mozart gedient, der unnachahmlich vermochte Menschen aus Fleisch und Blut auf die Opernbühne zu stellen.“
Wolfgang Schilly, gebürtiger Österreicher, besuchte ein humanistisches Gymnasium, um danach das Studium der Philosophie an der Universität Wien zu absolvieren. 1987 bis 1990 waren Schillys Lehrjahre an der Deutschen Oper Berlin bei Götz Friedrich. Danach wechselte er bis 2001 zu den Salzburger Festspielen, wo er u. a. mit Achim Freyer, Peter Stein u. v. a. arbeitete. Von 1993 bis 1997 übernahm Schilly die Regieassistenz und die Funktion des Abendspielleiters an der Oper Frankfurt. Seit 1997 widmet er sich dieser Aufgabe an der Wiener Staatsoper. Schilly arbeitete mit so renommierten Persönlichkeiten wie Michael Haneke, André Heller, Reto Nickler und Christine Mielitz in London, Paris, Genf, Zürich, Frankfurt und Tokyo zusammen. Mit eigenen Inszenierungen trat er in Rouen und Ingolstadt in Erscheinung.
Vazul Matusz, gebürtiger Basler, schloss 1997/98 das Studium der Klasse für Bühnen- und Kostümbild an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Prof. Herbert Kapplmüller ab. Es folgten Bühnenbildassistenzen bei Herbert Kapplmüller für die Bregenzer Festspiele und an der Oper Köln (Chausson: „Le Roi Arthus“) sowie eine Ausstattungsassistenz bei Philipp Arlaud für die Bregenzer Festspiele (Haas: „Nacht“). Weitere ausgewählte Stationen seiner künstlerischen Tätigkeit: Bühnenbildassistent und Associate Designer bei Antony McDonald für „Maskenball“/„La Boheme“ (Bregenz), „Juliette ou la Clé des Songes“ (Paris) und „Manon Lescaut“ (Wien). Matusz entwarf die Kostüme zu Strauss „Elektra“ an der Tokyo Opera Nomori 2005 (Regie: Robert Carsen) sowie als Co-Designer das Bühnenbild „Manon“ an der Nationale Reisopera Enschede/Zwolle 2006 (Regie: Antony McDonald).
Birgit Heindler, geborene Linzerin, studierte Sologesang an der Universität für Musik Wien bei o.Prof. Rotraud Hansmann, Ks. Walter Berry, Ks. Edith Mathis und Frau Carol Blaickner-Mayo. Die Künstlerin absolvierte zahlreiche Auftritte in den Bereichen Oper, Konzert und Liedgesang im Inland (Brucknerhaus Linz, Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Wiener Kammeroper, Wiener Volksoper, Theater an der Wien) sowie im Ausland (Deutschland, Italien, Norwegen, China und Japan). Orchesterauftritte u. a. mit der Camerata Akademica Salzburg, dem Wiener Kammerorchester und Göttinger Symphonieorchester. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten und Künstlern wie Franz Welser-Möst, Nikolaus Harnoncourt, Oswald Sallaberger, Christian Simonis, Roger Vignoles u. a.
Monika Waeckerle, Mezzo-Sopranistin, wurde in München geboren und studierte am Richard-Strauss-Konservatorium in München und an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Zuvor schon mit der „Lilli-Lehmann-Medaille“ ausgezeichnet, erhielt sie auch vom Ministerium für Kunst und Forschung in Wien einen Preis für besondere künstlerische Leistungen. Monika Waeckerle sang mit Sologastverträgen am Oberbayerischen Städtetheater, am Salzburger Landestheater, dem Bregenzer Festspielhaus, an der Oper in Leipzig und an der Semperoper in Dresden. Mit Oratorienkonzerten, Lieder- und auch zeitgenössischen Abenden trat sie in Deutschland, Österreich und Italien auf, Tourneen führten sie durch Frankreich und Japan.
Clemens Unterreiner, in Wien geboren, stand am Beginn seiner akademischen Ausbildung das Studium der Rechtswissenschaften. Seit 1994 erhielt der Künstler Gesangsunterricht u. a. bei Ks. Prof. Hilde Rössel-Majdan, Prof. Kay Williams. Im Jahr 1996 wechselte er das Studium und begann ein privates Gesangsstudium bei Ks. Prof. Rudolf Holtenau, Ks. Artur Korn, Ks. Prof. Gottfried Hornik, Michael Pabst und Prof. Helena Lazarska. Es folgten verschiedenste Auftritte bei zahlreichen Opern-, Operetten-, Musical- und Kirchenkonzerten im In- und Ausland. Außerdem diverse Konzertreisen u. a. nach Bulgarien, Syrien, Italien, Spanien und Deutschland sowie Uraufführungen mehrerer zeitgenössischer Werke. Konzerte im Großen Saal des Wiener Musikvereins, im Wiener Konzerthaus, im Palau de la Musica in Barcelona und vielen anderen internationalen Konzertsälen.
Stelian Gheorghe wurde 1976 in Rumänien geboren. In seinen Jugendjahren besuchte er zunächst die Musik- bzw. Musikoberschule in Bukarest. Danach wechselte er auf die National Musik Universität. Im Jahr 2003 führte ihn sein Weg an das Mozarteum nach Salzburg, wo er 2005 das Bakkalaureat im Fach Gesang bei Prof. Boris Bakow machte. 2007 erwarb er den Magistertitel in der Studienrichtung Oper. Ein Jahr davor sang der Tenor auf der W. A. Mozart Tournee den Ferrando in Così fan tutte und den Don Ottavio in Don Giovanni. Darüber hinaus feierte er 2007 in Donizettis Elisir d’amoream am Mozarteum Salzburg einen großen Erfolg.
Eva Schossleitner, gebürtige Innviertlerin, studierte Querflöte am Mozarteum Salzburg und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Es folgte ein Studium für Musikerziehung und Instrumentalpädagogik am Mozarteum Salzburg. Außerdem studierte sie Gesang am Mozarteum Salzburg bei Prof. Marianne Schartner. Es folgten Meisterkurse bei H. Lazaraska, W. McIver, R. Vignoles, P. Berné und A. West. Rege Konzerttätigkeit als Solistin mit verschiedenen Ensembles im In- und Ausland.
Apostol Milenkov, wurde in Sofia, Bulgarien, geboren. Seine Gesangsausbildung erhielt er an der staatlichen Musikakademie in Bulgarien, in der Klasse von Prof. Ressa Koleva als Preisträger des Liedwettbewerbes „Ljubomir Pipkov“. Nach Auftritten in Opern-, Kirchen- und Kammermusikkonzerten in Bulgarien, Deutschland und Griechenland wirkte er seit der Saison 2004/05 an Konzert- und Opernaufführungen u. a. in Wien, Salzburg, Budapest, Prag und Sofia mit. In der laufenden und kommenden Saison singt er in Wien den Belcore („Der Liebestrank“), den Gasparo („Rita“/Donizetti), den Don Alfonso („Così fan tutte“/Mozart), den Giovanni („Il Corsaro“/Verdi), ein Tschaikowski-Liedkonzert sowie das Konzert „Orthodoxer Gesang mit Orgelbegleitung“ und in Sofia die Basspartie in Verdis Requiem. Apostol Milenkovs Repertoire umfasst die Partien des Sarastro („Die Zauberflöte“), Don Basilio („Der Barbier von Sevilla“), die Bariton- und Basspartien in „Don Giovanni“ und „Hochzeit des Figaro“ und zahlreichen Verdi-Opern (König Philipp, Fiesco, Ramfis, Sparafucile u. a.). Hinzu kommen die Bass-Soli aus Mozart- und Verdi-Requiem, Matthäus Passion, Schuberts G-Dur Symphonie, Schostakowitschs Symphonie Nr. 13 („Babi Jar“) und Beethovens „Missa Solemnis“.