Veranstaltungsdetails
"Heimat bist du großer Zwerge"
Musik und Literatur zur OÖ. Landesausstellung 2008

Freitag, 8. August 2008 20.00 Uhr
Schloss Neuwildenstein, Bad Goisern (bei Schlechtwetter im Festsaal Bad Goisern)


Ludwig Wolfgang Müller (Sprecher)
Yvonne Timoianu (Violoncello)
Peter Brugger (Klavier)
Ensemble CrossNova:
Sabine Nova (Violine)
Hubert Kerschbaumer (Klarinette)
Matthias Kronsteiner (Fagott)
Rainer Nova (Klavier)

Die Verschränkung

"Heimat bist du großer Zwerge" lautet der Titel einer musikalisch-literarischen Verschränkung, bei der Grenzen der österreichischen Seele durch Wort und Ton neu definiert werden. Mit der philosophischen Sonate für Violoncello und Klavier von Beethoven geben Yvonne Timoianu und Peter Brugger den Startschuss zu einer Melange aus neuer österreichischer Kammermusik und Texten österreichischer Schriftsteller und Satiriker. Hier wird der Cross-over-Gedanke inhaltlich wie äußerlich neu definiert. Alsdann kollidieren Texte von Thomas Bernhard mit der oberösterreichischen Schöpfungsgeschichte nach Ludwig Müller. Austropop im EAV-Stil präsentiert sich in kammermusikalischem Outfit - und es verschmelzen MundART und Folklore mit avantgardistischen Elementen. Darüber hinaus sind u. a. weitere Gustostückerln von Mozart, Johann Strauß (Vater), Werner Pirchner, Friedrich Gulda, Vladimir Pantchev und Rainer Nova zu hören. Die Meister dieser Verschränkung sind fünf "echte" Österreicher und gleichzeitig die Besetzung des Ensembles CrossNova.

Ensemble CrossNova

Das Ensemble CrossNova wurde im Jahr 2006 von der Konzertmeisterin des RSO-Wien Sabine Nova und dem Pianisten Rainer Nova gegründet. Es versteht sich als projektbezogen-flexibler Klangkörper. Und zwar sowohl was die Besetzung als auch das Repertoire betrifft. In der Konzeption sinnstiftender kammermusikalischer Programme gilt das Augenmerk der jungen Künstler der zeitgenössischen Musik und ihrer vielfältigen Erscheinungsform. Weiters sind es vor allem interdisziplinäre Projekte, die den Kontrapunkt zum traditionell-klassischen Repertoire bilden, und die Musiker in kreativer Weise zu instrumentalen und vokalen Höchstleistungen animieren.

Ludwig Wolfgang Müller

Der geborene Innsbrucker genoss eine Sprech- und Schauspielausbildung bei Traute Foresti in Wien und bei Judith Behrens am Mozarteum in Salzburg. Beim Salzburger Nachwuchskabarettfestival gewann er den ersten Preis. Es folgen Auftritte auf fast allen wichtigen Kabarettbühnen im deutschsprachigen Raum. Zum Beispiel bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, in Wien in der Kulisse, im Kabarett Niedermair und im Vindobona, im Deutschen Schauspielhaus Hamburg, in der Berliner Kabarett Anstalt usw. In Rundfunk und Fernsehen brillierte Müller u. a. in den ORF-Kunststücken, bei Otti im Schlachthof, beim Prix Pantheon des WDR sowie im Hessischen Rundfunk. Weitere Preise und Auszeichnungen: Karl (Österr. Kabarettpreis der Wiener Stadtwerke), Passauer Scharfrichterbeil, Silberner Stuttgarter Besen (der Mercedes Stiftung Stuttgart), Hallertauer Kleinkunstpreis. Im Oktober 2007 hatte L. W. Müllers neuestes Kabarettprogramm "Total brachial" im Kabarett Niedermair Premiere. Im September 2007 erschien sein erstes humoristisches Sachbuch: "Tang Fung. Unbesiegbar in Ehe, Alltag und Beruf."

Yvonne Timoianu

studierte an der Musikakademie in Bukarest und an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Ihre wichtigsten Lehrer waren Serafim Antropov, Stefan Popov und Mstislaw Rostropowitsch. Ihre Konzerttätigkeit führte sie von Tokio bis Quito, von Kapstadt bis Mexiko, von Neu-Delhi bis Santiago de Chile und von Seoul bis Panama. Yvonne Timoianu errang mehrere internationale Preise, darunter 1986 den 1. Preis beim Internationalen Violoncellowettbewerb von Viña del Mar, Chile, und zwei Jahre später (1988) die Goldmedaille und den 1. Preis der International String Competition der Universität von Pretoria, Südafrika. Ihre regelmäßige Teilnahme an namhaften Musikfestivals sowie eine intensive solistische und kammermusikalische Konzerttätigkeit in Europa, Nord- und Südamerika, Südostasien und im Orient kennzeichnen ihre vielseitige Karriere. Aufgrund ihres großen Interesses für die zeitgenössische Musik wurde ihr eine Reihe von modernen Werken gewidmet. Yvonne Timoianu spielt ein Violoncello von Giovanni Grancino aus dem Jahr 1721.

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Sa. 17.05.2008
18:12
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