W. A. Mozart: Così fan tutte Wiederaufnahme der Produktion 2007
Mittwoch, 13. August 2008 (Premiere)
Samstag, 16. August 2008
Sonntag, 17. August 2008
19.00 Uhr
Kultur- und Kongresshaus, Hallstatt
Dirigent:
Regie:
Bühnenbild und Kostüme:
Musikalische Assistenz:
Orchester:
Continuo:
Fiordiligi:
Dorabella:
Guglielmo:
Ferrando:
Despina:
Don Alfonso:
Peter WesenAuer
Wolfgang Schilly
Vazul Matusz
Peter Deutsch
Sinfonietta da Camera Salzburg
Fernando Arujo
Birgit Heindler
Monika Waeckerle
Clemens Unterreiner
Stelian Gheorghe
Eva Schossleitner
Apostol Milenkov
Das Highlight
Mit der Wiederaufnahme der Produktion von "Così fan tutte" aus dem Jahr 2007 trägt das Salzkammergut Mozartfestival den begeisterten Reaktionen von Publikum und Kritik Rechnung.
"Die Oper punktet vor allem in musikalischen Belangen. Dirigent Peter WesenAuer kennt das Stück, liebt Mozarts Musik und weiß sehr genau, was er will - und kann dies auch bei seinem Team umsetzen ... Wolfgang Schillys Regie signalisiert tausenderlei aparte Ideen ... klanglich hochwertige, vital aufspielende Sinfonietta da Camera Salzburg. Und da sind zum anderen die ausgezeichneten Gesangssolisten, aus denen der klangmächtige Bariton Clemens Unterreiner als Guglielmo ... ausdrücklich hervorgehoben sei." schreibt Prof. Balduin Sulzer in der Kronen Zeitung.
Inez Pölzl von der Tageszeitung Österreich feiert das hochkarätige Orchester und die ebenso exquisite Besetzung:"Birgit Heindler gab eine fantastische Fiordiligi ... Ebenso beeindruckend war Monika Waeckerle als liebeshungrige Dorabella ..."
Im DrehPunktKultur stellte Horst Reischenböck fest, dass "schon lange keine Aufführung dieses tiefenpsychologischen Meisterwerkes so witzig und zugleich boshaft und turbulent war."
Das Da capo dieser sensationellen Inszenierung und musikalischen Darbietung verfolgt zwei Ziele: Einerseits will man damit den Besuchern aus dem Vorjahr eine - vielfach verlangte - Wiederholung dieses Musikgenusses ermöglichen. Andererseits zielt man natürlich darauf ab, ein neues Publikum mit dieser Opernproduktion zu begeistern.
Die Liebesprobe im Opernhimmel
Was geschieht, wenn sich zwei Freunde an einer Wette beteiligen, der zufolge kein weibliches Wesen von Natur aus treu sei? Und wenn sie es prompt als verkleidete Albaner an ihren Geliebten ausprobieren? Nun, da bleibt Ernüchterung nicht aus. Das Lehrstück für Liebende will in ästhetisch ambitioniertem Theaterzauber dem drohenden Gleichmaß der Dinge mit Witz und Temperament begegnen und ins Zentrum menschlichen Daseins führen: in eine Leidensfähigkeit und Verletzlichkeit, die sich am Anderen entzündet und das gewaltige Panorama menschlicher Gefühle sichtbar macht.
Mit der Komposition von "Così fan tutte", nach einem Text von Lorenzo da Ponte, begann Mozart im Herbst des Jahres 1789. Die Uraufführung ging am 26. Jänner 1790 am Wiener Burgtheater über die Bühne. Das Libretto war ursprünglich für Antonio Salieri, dem ewigen Konkurrenten Mozarts, bestimmt. Er hatte seine Komposition im Jahr 1789 begonnen, aber aus unbekannten Gründen nicht vollendet.
"Così fan tutte" ist nach "Le nozze di Figaro" und "Don Giovanni" die letzte der drei Buffo-Opern, die Mozart auf einen Text von Lorenzo da Ponte schrieb. Den Auftrag dafür erhielt Mozart von Kaiser Joseph II. Das Werk war lange Zeit umstritten. Schon kurz nach Mozarts Tod wurde Kritik am angeblich albernen und unmoralischen Textbuch geübt. Abfällige Äußerungen sind u. a. von Ludwig van Beethoven und Richard Wagner überliefert. Erst im 20. Jahrhundert wurde "Così fan tutte" als gleichberechtigtes Meisterwerk neben "Figaro" und "Don Giovanni" akzeptiert. Von der Brillanz des Werkes überzeugt, stellt Regisseur Wolfgang Schilly an den Anfang seiner Inszenierung auch einige Fragen:
"Hat uns ein Werk wie ,Così fan tutte‘ heute noch etwas zu sagen oder lassen wir uns nur von der über jeden Zweifel erhabenen Musik verzaubern? Können wir uns heute noch mit den handelnden Personen identifizieren? Wir glauben, dass das Theatergenie Mozart nicht grundlos Lorenzo da Pontes pessimistischstes Libretto mit einer zauberhaften Musik versehen hat und wollen versuchen auch dem Text gerecht zu werden. Wenn uns dies gelingt, ist auch dem Genie Mozart gedient, der unnachahmlich vermochte Menschen aus Fleisch und Blut auf die Opernbühne zu stellen."
Das Salzkammergut Mozartfestival lädt Sie herzlich ein, sich die Antworten bei diesem exklusiven Opernerlebnis persönlich zu holen.
Wolfgang Schilly, gebürtiger Österreicher, besuchte ein humanistisches Gymnasium, um danach das Studium der Philosophie an der Universität Wien zu absolvieren. 1987 bis 1990 waren Schillys Lehrjahre an der Deutschen Oper Berlin bei Götz Friedrich. Danach wechselte er bis 2001 zu den Salzburger Festspielen, wo er u. a. mit Achim Freyer, Peter Stein u. v. a. arbeitete. Von 1993 bis 1997 übernahm Schilly die Regieassistenz und die Funktion des Abendspielleiters an der Oper Frankfurt. Seit 1997 widmet er sich dieser Aufgabe an der Wiener Staatsoper. Schilly arbeitete mit so renommierten Persönlichkeiten wie Michael Haneke, André Heller, Reto Nickler und Christine Mielitz in London, Paris, Genf, Zürich, Frankfurt und Tokyo zusammen. Mit eigenen Inszenierungen trat er in Rouen und Ingolstadt in Erscheinung.
Vazul Matusz, gebürtiger Basler, schloss 1998 das Studium der Klasse für Bühnen- und Kostümbild an der Universität Mozarteum in Salzburg ab. Es folgten Bühnenbildassistenzen bei Herbert Kapplmüller für die Bregenzer Festspiele und an der Oper Köln (Chausson: "Le Roi Arthus") sowie eine Ausstattungsassistenz bei Philipp Arlaud für die Bregenzer Festspiele (Haas: "Nacht"). Weitere ausgewählte Stationen seiner künstlerischen Tätigkeit: Bühnenbildassistent und Associate Designer bei Antony McDonald für "Maskenball"/"La Boheme" (Bregenz), "Juliette ou la Clé des songes" (Paris) und "Manon Lescaut" (Wien) sowie Bühnenbilder und Kostüme am Landestheater Salzburg, Landestheater Bregenz, und am Theater Kosmos in Bregenz. Matusz entwarf 2005 die Kostüme zu Strauss "Elektra" an der Tokyo Opera Nomori (Regie: Robert Carsen) sowie als Co-Designer 2006 das Bühnenbild "Manon" an der Nationale Reisopera in Enschede (Regie: Antony McDonald).
Birgit Heindler, geborene Linzerin, studierte Sologesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei o.Prof. Rotraud Hansmann, Ks. Walter Berry, Ks. Edith Mathis und Carol Blaickner-Mayo. Die Künstlerin absolvierte zahlreiche Auftritte in den Bereichen Oper, Konzert und Liedgesang im Inland (Brucknerhaus Linz, Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Wiener Kammeroper, Wiener Volksoper, Theater an der Wien) sowie im Ausland (Deutschland, Italien, Norwegen, China und Japan). Orchesterauftritte u. a. mit der Camerata Akademica Salzburg, dem Wiener Kammerorchester und Göttinger Symphonieorchester. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten und Künstlern wie Franz Welser-Möst, Nikolaus Harnoncourt, Oswald Sallaberger, Christian Simonis, Roger Vignoles, Elisabeth Fuchs u. a. Im Sommer 2006 Jahres brillierte sie zudem in Händels Messias.
Monika Waeckerle wurde in München geboren und studierte am Richard-Strauss-Konservatorium in München und an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Zuvor schon mit der Lilli-Lehmann-Medaille ausgezeichnet, erhielt sie u. a. den Landeskulturpreis im Rahmen der Salzburger Festspiele. Sie unterbrach ihr Studium für ein Jahr um Schauspielunterricht in München zu besuchen. Monika Waeckerle sang mit Sologastverträgen am Freien Landestheater Bayern, am Salzburger Landestheater, dem Bregenzer Festspielhaus, an der Oper in Leipzig, am Teatro Bellini in Catania und an der Semperoper in Dresden. 2006 war sie am Staatstheater Karlsruhe, dem Salzburger Landestheater, dem Freien Landestheater Bayern und im Festspielhaus Erl zu hören. Mit Oratorienkonzerten, Lieder- und auch zeitgenössischen Abenden tritt sie in Deutschland, Amerika, Österreich und Italien auf. Tourneen führten sie durch Frankreich und Japan. Seit 2001 ist sie Ensemblemitglied der Tiroler Festspiele Erl und war dort in den Rollen der Waltraute in "Walküre" und "Götterdämmerung", und der Brangäne in "Tristan und Isolde" von Richard Wagner zu hören.
Clemens Unterreiner, in Wien geboren. Gesangsstudium bei Ks. Hilde Rössel-Majdan, Prof. Rudolf Holtenau, Ks. Gottfried Hornik und Prof. Helena Lazarska. Zahlreiche Opern- und Operettenproduktionen im In- und Ausland. Internationale Konzertreisen nach Spanien, Bulgarien, Syrien, Italien, Deutschland. Gastsolist im Großen Saal des Wiener Musikvereins, Wiener Konzerthaus, Palau de la Música in Barcelona und in anderen internationalen Konzertsälen. Engagements am Linzer Landestheater, in Straßburg, Salzburg, Chur, langjähriger Gastsolist bei der Sommeroper Schärding, Oper Klosterneuburg und bei den Sommerfestspielen in Heidenheim. Erfolge als Don Giovanni, Sharpless, Bartolo, Schlémil, Germont etc. Seit 2005 Solist und Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er als Fiorello, Melot, Grégorio, Hortensius, Fléville etc. zum beliebten Wiener Nachwuchsbariton avancierte.
Stelian Gheorghe wurde 1976 in Rumänien geboren. In seinen Jugendjahren besuchte er zunächst die Musik- bzw. Musikoberschule in Bukarest. Danach wechselte er auf die National University of Music Bucharest. Im Jahr 2003 führte ihn sein Weg an das Mozarteum nach Salzburg, wo er 2005 den Bachelor of Music im Fach Gesang bei Prof. Boris Bakow machte. 2007 erwarb er den Magistertitel in der Studienrichtung Oper. Ein Jahr davor sang der Tenor auf der W.-A.-Mozart-Tournee den Ferrando in Così fan tutte und den Don Ottavio in Don Giovanni sowie 2007 in Donizettis L’elisir d’amore am Mozarteum Salzburg.
Eva Schossleitner, gebürtige Innviertlerin, studierte zunächst Querflöte an der Universität Mozarteum Salzburg und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Es folgte ein Gesangstudium am Mozarteum bei Univ.-Prof. M. Schartner. Meisterkurse besuchte sie u. a. bei H. Lazarska, M. Honig, B. Bonney, P. Bernè, R. McIver und A. West. Derzeit erhält sie weitere Anregungen in den Bereichen Lied und Oratorium bei B. Zakotnik. Sie absolvierte zahlreiche Auftritte bei Konzerten, Kirchenkonzerten, Liederabenden, sowie Opern- und Operettenproduktionen und arbeitete mit Künstlern wie R. Vignoles und W. Brunner.
Apostol Milenkov wurde in Sofia, Bulgarien, geboren. Seine Gesangsausbildung erhielt er an der staatlichen Musikakademie in Bulgarien, in der Klasse von Prof. Ressa Koleva als Preisträger des Liedwettbewerbes "Ljubomir Pipkov". Nach Auftritten in Opern-, Kirchen- und Kammermusikkonzerten in Bulgarien, Deutschland und Griechenland wirkte er seit der Saison 2004/05 an Konzert- und Opernaufführungen u. a. in Wien, Salzburg, Budapest, Prag und Sofia mit. 2007 und 2008 singt er in Wien den Belcore ("Der Liebestrank"), den Gasparo ("Rita", Donizetti), den Don Alfonso ("Così fan tutte", Mozart), den Giovanni ("Il Corsaro", Verdi), ein Tschaikowskiliedkonzert sowie das Konzert "Orthodoxer Gesang mit Orgelbegleitung" und in Sofia die Basspartie in Verdis Requiem. Apostol Milenkovs Repertoire umfasst die Partien des Sarastro ("Die Zauberflöte"), Don Basilio ("Der Barbier von Sevilla"), die Bariton- und Basspartien in "Don Giovanni" und "Hochzeit des Figaro" und zahlreichen Verdi-Opern (König Philipp, Fiesco, Ramfis, Sparafucile u. a.). Hinzu kommen die Basssoli aus Mozart- und Verdi-Requiem, Matthäus Passion, Schuberts G-Dur-Symphonie, Schostakowitschs Symphonie Nr. 13 ("Babi Jar") und Beethovens "Missa Solemnis".