Veranstaltungsdetails
Eröffnungskonzert
W. A. Mozart, G. Puccini, P. WesenAuer
Orchester: Sinfonietta da Camera Salzburg

Samstag, 19. Juli 2008 20.00 Uhr
Schloss Neuwildenstein, Bad Goisern (bei Schlechtwetter im Festsaal Bad Goisern)

Sinfonietta da Camera Salzburg (Dirigent: Peter WesenAuer)
Willi Schwaiger (Horn)
PROGRAMM:
W. A. Mozart: Symphonie in C-Dur, KV 200
W. A. Mozart: Konzert Nr. 3 für Horn und Orchester in Es-Dur, KV 447
G. Puccini: Fantasie über die Oper "La Boheme"
P. WesenAuer: "Lasst uns aufstoßen und ins Horn brechen"
(Konzert für Horn und Orchester)

Das große Eröffnungskonzert

Das 3. Salzkammergut Mozartfestival beginnt mit einem Paukenschlag. Denn mit Mozarts Symphonie in C-Dur, KV 200 kommt ein Werk zur Aufführung, das durch seine Ausdehnung, die Großzügigkeit der Formen und die expressive persönliche Aussage besticht. Bei all dieser wunderbaren Opulenz erweist sich die fehlende Kenntnis des Kompositionsdatums als absolut sekundär. Wenngleich stilistische Vergleiche ziemlich eindeutig auf den November des Jahres 1773 hindeuten.

Mit seiner Symphonie in C-Dur hebt Mozart die Symphonie aus der Gattung der italienischen Ouvertüren heraus und misst ihr eine besondere künstlerische Bedeutung bei. Das Finale ist nicht mehr "Rausschmeißer", es wird dem ersten Satz gleichgestellt. Mozart verarbeitet dabei italienische und deutsche Elemente. Aber die Verbindung der Themen, die Ausarbeitung der Durchführung, die Eigenständigkeit der Violen und Bässe sind charakteristische Züge der Wiener Symphonik.

Konzert Nr. 3 für Horn und Orchester
in Es-Dur, KV 447


Auf die Symphonie in C-Dur folgt eine Komposition, zu der Mozart durch das Spiel seines befreundeten Hornisten Josef Leutgeb inspiriert wurde. Wie seine zahlreichen anderen konzertanten Werke für Horn folgt auch das Konzert Nr. 3 für Horn und Orchester in Es-Dur, KV 447, einem schematischen Formaufbau. Einem knappen Sonatensatz schließt sich eine Kantilene an. Der Finalsatz, meist in Rondoform, ist geprägt von Jagdassoziationen.

Programmänderung!
G. Puccinis Fantasie über die Oper „La Bohème“

Im Unterschied zur gedruckten Version des Programmes dürfen wir Sie darauf hinweisen, dass statt Puccinis Capriccio sinfonico seine Fantasie über die Oper „La Bohème“ zur Aufführung kommt. Grund dafür ist die verspätete Neuherausgabe der Noten.

Puccini fertigte die Fantasie über La Bohème im Jahr 1899 für A. Toscanini. Es ist eines der bedeutendsten Werke der italienischen Oper der Generation nach Giuseppe Verdi. Text und Musik bilden eine Einheit. Das Themenmaterial ist ganz auf das szenische Geschehen abgestimmt, bei dem in kontrastreicher Gegenüberstellung lyrisch-sentimentale mit humorvollen, lebendigen Partien abwechseln. Die Themen werden ausgiebig im leitmotivischen Sinn verarbeitet, aber nicht in der symphonisch-dramatischen Art wie bei Richard Wagner, sondern entsprechend dem ausgeprägten Formgefühl des Romanen in symmetrisch gebauten, geschlossenen Gebilden, die oft nur einige wenige Takte oder kurze Perioden umfassen. So ist, wie Puccini selbst sagt, der „ganze letzte Akt aus logischen Erinnerungsmotiven aufgebaut“.

P. WesenAuer:
Lasst uns aufstoßen und ins Horn brechen


Peter WesenAuer komponierte dieses Werk eigens für das Eröffnungskonzert des Salzkammergut Mozartfestivals 2008. Der Dirigent, Komponist und künstlerische Leiter des Festivals gibt dieses Stück für Horn und Orchester zusammen mit der Sinfonietta da Camera Salzburg und dem Solisten Willi Schwaiger.

Willi Schwaiger

Geboren am 28. Mai 1961, erlangte der Hornist im Jahr 1987 sein Diplom bei Prof. Mayr, dem langjährigen Solohornisten des Salzburger Mozart Ensembles mit Auszeichnung. Zudem verdiente er sich den Würdigungspreis des Unterrichtsministeriums und setzte seinen Unterricht bei Günter Högner und Radovan Vlatkovic´ fort. Schon im Jahr 1985 folgte er Prof. Mayr als Solohornist des Salzburger Mozart Ensembles nach. Seit 1986 ist Willi Schwaiger auch Mitglied des Salzburger Bläserquintetts. Es folgten zahlreiche solistische Auftritte mit dem Orchester. Unter anderem bei den Salzburger Festspielen. Tourneen nach Japan, Korea, Indien, in die USA, nach Kanada, Mittel- und Südamerika und durch ganz Europa sowie seine Aushilfstätigkeiten bei den Wiener Symphonikern, dem Oslo Philharmonic Orchestra, den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich festigten seinen Ruf als international sehr nachgefragtem Musiker. Seit 1999 ist Willi Schwaiger Assistent von Radovan Vlatkovic an der Universität Mozarteum.

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Fr. 30.07.2010
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