Veranstaltungsdetails
Oper
W. A. Mozart: "Die Zauberflöte"
konzertant

Samstag, 15. August 2009 20.00 Uhr
Kultur- und Kongresshaus, Hallstatt

PROGRAMM:
Sarastro:
Tamino:
Sprecher:
Königin der Nacht:
Pamina, ihre Tochter:
Erste Dame:
Zweite Dame:
Dritte Dame:
Papageno:
Papagena:
Monostatos
Orchester:
Dirigent:
Erzähler:
Apostol Milenkov
Nemeti Gergely
Fernando Araujo
Klara Kolonits
Bibiana Nwobilo
Eva Schossleitner
Juliette Mars
Monika Waeckerle
Clemens Unterreiner
Erin McMahon
Seth Hobson
Sinfonietta da Camera Salzburg
Peter WesenAuer
Wolfgang Schilly

Die Oper - der Höhepunkt

Wie jedes Jahr steht auch heuer wieder die Mozartoper im Mittelpunkt des Salzkammergut Mozartfestivals. Die Entscheidung für dieses Jahr fiel auf die Zauberflöte in einer rein konzertanten Aufführung. Konzertant deshalb, weil das gewohnt hohe Niveau bei Bühnenbild und der wirtschaftliche Aspekt in diesem Jahr nicht in Einklang zu bringen waren. Umso schöner also, dass man sich schon jetzt auf die szenische Aufführung von Mozarts "Le nozze di Figaro" in den Jahren 2010 und 2011 freuen darf. Doch zurück ins heurige Jahr zur Zauberflöte.

Bei der Besetzung setzt man auf ebenso großartige wie bewährte Künstler. Denn von Clemens Unterreiner über Monika Waeckerle bis zu Fernando Araujo war ein Großteil auch schon im letzten Jahr mit dabei. Auch Wolfgang Schilly, seines Zeichens Regieassistent an der Wiener Staatsoper, ist wieder dabei. Dieses Mal als Erzähler von Geschichten um und über die Zauberflöte, mit denen er durch das Stück führt und die einzelnen Arien und Ensembles verbindet. Man darf gespannt sein, welch persönliche Note Schilly der Oper mit seinem Charme und Esprit zu schenken vermag.

Wenn Spaß und Ernst verschmelzen

Kaum eine Oper bietet so zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten wie "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder. Eine Oper, wo Spaß und Ernst, Märchen und Weisheitslehre sowie Mythos und Aufklärung zu einem zeitlosen Spiel um Macht und Liebe verschmelzen. Bei der Uraufführung wurde das Werk "Eine große Oper in zwei Akten" genannt. Tatsächlich vereint es höchst unterschiedliche Musik- und Theaterstile, der Opera seria oder der Opera buffa und der Tragédie Ivrique. In erster Linie ist die Zauberflöte jedoch ein Singspiel und steht mit ihren märchenhaften Inhalten in der Tradition des Alt-Wiener Zaubertheaters.

Der Inhalt

Prinz Tamino gerät in den Wirkungskreis der Königin der Nacht, die ihn ausschickt, ihre Tochter Pamina aus der Gefangenschaft des Sonnenpriesters Sarastro zu befreien. Der Vogelfänger Papageno ist sein Weggefährte. Zauberflöte und Glockenspiel sollen ihnen helfen, drohende Gefahren zu überwinden. Bald erkennt Tamino, wie unterschiedlich die Positionen der Fürstin der Finsternis und des Herrschers über den siebenfachen Sonnenkreis sind und stellt sich, auf der Suche nach Weisheit und Wahrheit, den Prüfungen der Eingeweihten. Tamino besteht, wird geweiht und erringt die Hand Paminas. Papageno scheitert und erhält zum Trost Papagena.

Monika Waeckerle

wurde in München geboren und studierte am Richard-Strauss-Konservatorium in München und an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Zuvor schon mit der "Lilli-Lehmann-Medaille" ausgezeichnet, erhielt die Mezzosopranistin u. a. den Landeskulturauswahlpreis im Rahmen der Salzburger Festspiele. Monika Waeckerle sang mit Sologastverträgen am Freien Landestheater Bayern, am Salzburger Landestheater, dem Bregenzer Festspielhaus, an der Oper in Leipzig, im Teatro Bellini in Catania und an der Semperoper in Dresden. Mit Oratorienkonzerten und Liedern tritt sie in Deutschland, Amerika, Österreich und Italien auf. Tourneen führten sie durch Frankreich und Japan. Seit 2001 ist sie Ensemblemitglied der Tiroler Festspiele Erl und war dort u. a. in den Rollen der Waltraute in "Walküre" und "Götterdämmerung" zu hören. In Jahr 2008 ging Monika Waeckerle mit der 9. Symphonie von L. v. Beethoven in Süditalien auf Konzertreise. Einige weitere Stationen: G. Mahlers 8. Symphonie in Innsbruck, die Rolle der Dorabella in "Così fan tutte" beim Salzkammergut Mozartfestival und Auftritte in der "Zauberflöte" von W. A. Mozart in Treviso, Udine, Fermo und Jesi/Italien.

Bibiana Nwobilo

Geboren in Owerri, Nigeria, und aufgewachsen in Kärnten, studierte Bibiana Nwobilo Gesang am Konservatorium Klagenfurt sowie ab 2002 am Konservatorium - Privatuniversität der Stadt Wien bei Frau KS Gabrielle Sima und Hilda DeGroote. Sie absolvierte ihr Studium 2006 mit dem Titel „Bachelor of Arts“, ist Gewinnerin des „Heinrich Strecker Wettbewerbes“ in Baden bei Wien, welcher 2007 stattfand und erhielt 2008 den Preis der „Armin Weltner Stiftung“ in der Schweiz. Schon seit frühester Jugend stand die Künstlerin auf der Bühne. 1999 sang sie, neben zahlreichen Gospel-Konzerten in ganz Österreich auch in Kirk Franklins „Händels New Messias“. 2006 spielte sie die Rolle der Ernestina in Rossinis „Gelegenheit macht Diebe“ in Schärding (Niederösterreich) unter der Leitung von Gerhard Lessky. Weiters sang sie die Rolle der Madame Herz in Mozarts „Schauspieldirektor“, die Euridice in J. Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“, den Amahl in Menottis „Amahl und die nächtlichen Besucher“ und als Taumännchen in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ und sang im gleichen Jahr im Rahmen einer Konzerttournee in Portugal, Frankreich und Deutschland. 2006 und 2008 gab sie Konzerte in Belgien (Mechelen und Antwerpen), wo sie großen Beifall erntete. Neben ihrer regen solistischen Konzerttätigkeit mit diversen Orchestern in Wien, sang sie 2007 in der konzertant aufgeführten Porgy-and-Bess-Produktion im Stadttheater Klagenfurt. In den Jahren 2005 und 2008 war sie beim Operettensommer im Theater Akzent und im Theresianum zu hören. Als Solistin war sie in Mendelssohns „Elias“ im Klagenfurter Konzerthaus unter der Leitung von Guido Mancusi aktiv. Diese Produktion wurde im Rundfunk ausgestrahlt. 2009 singt sie die Clara in G. Gerschwins „Porgy and Bess“ sowie das Oratorium „Dixit Dominus” von G. F. Händel im Rahmen der Styriarte unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.

Clemens Unterreiner

in Wien geboren. Gesangsstudium bei Ks. Hilde Rössel-Majdan, Prof. Rudolf Holtenau, Ks. Gottfried Hornik und Prof. Helena Lazarska. Zahlreiche Opern- und Operettenproduktionen im In- und Ausland. Internationale Konzertreisen nach Spanien, Bulgarien, Syrien, Italien, Deutschland. Gastsolist im Großen Saal des Wiener Musikvereins, Wiener Konzerthaus, Palau de la Música in Barcelona und in anderen internationalen Konzertsälen. Engagements am Linzer Landestheater, in Straßburg, Salzburg, Chur, langjähriger Gastsolist bei der Sommeroper Schärding, Oper Klosterneuburg und den Sommerfestspielen in Heidenheim. Erfolge als Don Giovanni, Sharpless, Bartolo, Schlémil, Germont etc. Seit 2005 Solist und Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er als Fiorello, Melot, Grégorio, Hortensius, Brétigny, Stschelkalow, Schaunard u. v. a. zum beliebten Nachwuchsbariton avancierte. Im Herbst 2008 debütierte er mit großem Erfolg als Konsum Sharpless (italienische Urfassung) auch an der Volksoper Wien, wo er in Zukunft als Gastsolist in weiteren Baritonrollen zu hören sein wird.

Eva Schossleitner

gebürtige Innviertlerin, absolvierte ihr Gesangstudium am Mozarteum Salzburg bei Univ.-Prof. M. Schartner und erhielt Anregungen in den Bereichen Lied und Oratorium bei Prof. B. Zakotnik. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse bei namhaften Künstlern, wie z. B. H. Lazarka, B. Bonney, M. Honig, W. McIver und R. McIver, P. Bernè, G. Kahry, A. Kirchschlager und R. Vignoles. Derzeit setzt sie ihre Studien mit dem Schwerpunkt Oper bei H. Lazarska in Wien fort. Sie absolvierte zahlreiche Auftritte bei Konzerten, Kirchenkonzerten, Liederabenden sowie Opern- und Operettenproduktionen. Einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit bildet die Beschäftigung mit Barockmusik. In diesem Bereich konzertierte sie unter anderem mit der "Salzburger Hofmusik" und dem Ensemble "Pastabarocca".

Wolfgang Schilly

geboren in Wien, besuchte ein humanistisches Gymnasium, um danach das Studium der Philosophie an der Universität Wien zu absolvieren. 1987 bis 1990 waren Schillys Lehrjahre an der Deutschen Oper Berlin bei Götz Friedrich. Danach wechselte er bis 2001 zu den Salzburger Festspielen, wo er u. a. mit Achim Freyer, Peter Stein, Herbert Wernicke, Christoph Marthaler, Hans Neuenfels u. v. a. arbeitete. Von 1993 bis 1997 übernahm Schilly die Regieassistenz und die Funktion des Abendspielleiters an der Oper Frankfurt. Seit 1997 widmet er sich dieser Aufgabe an der Wiener Staatsoper. Schilly arbeitete mit Regisseuren wie Michael Haneke, André Heller, Reto Nickler und Christine Mielitz in London, Paris, Genf, Frankfurt und Tokyo zusammen. Eigene Inszenierungen erarbeitete er in Rouen, Ingolstadt und beim Salzkammergut Mozartfestival in Hallstatt.

Nemeti Gergely

ist gebürtiger Rumäne und wohnt heute in Wien. Seine Ausbildung erhielt der Tenor unter anderem am Central & Eastern European Musiktheater in Wien und an der Cardiff International Academy of Voice. Auftritte absolvierte Gergely zum Beispiel an der Nationaloper in Timisoara, an der Wiener Staatsoper, an der Nationaloper Zagreb und im Wales Millennium Centre in Cardiff. Zahlreiche Teilnahmen und Preise bei renommierten Gesangswettbewerben sowie der Besuch vieler Meisterklassen machten aus dem 29-jährigen Sänger einen heute sehr gefragten Künstler, der zum Beispiel in folgenden Rollen brillierte: Don Ottavio in "Don Giovanni", Cassio in "Othello", Alfred in "Die Fledermaus", Freddy in "My Fair Lady" und viele mehr.

Fernando Araujo

studierte an der Indiana University Bloomington und am Mozarteum Salzburg. Der Italo-brasilianische Bariton war Finalist beim "Don Giovanni International Singing Competition" der UNESCO in Verona, ist Stipendiat der Yehudi Menuhin Stiftung und sang solistisch unter der Leitung von bedeutenden Dirigenten wie Ivan Anguélov, Heiko Mathias Förster, Alessandro Sangiorgi und Dennis Russell Davies. Fernando Araujo nahm an Meisterkurse u. a. von Virginia Zeani, Ks James King, Bonaldo Giaiotti, Maurizio Arena, Carlos Montane und Barbara Bonney teil. Darüber hinaus sang er bei der Eröffnungsgala des "Festival of Thinkers 2005" in Abu Dhabi und anlässlich des Mozartjahres 2006 die Partien des Leporello am Mozarteum. Sein Repertoire umfasst u. a. die Partien des Barbieres, des Papagenos, des Belcores und des Escamillos.

Apostol Milenkov

wurde am 27. Mai 1972 in Sofia geboren. Er absolviert die staatliche Musikakademie in Sofia in der Operngesangsklasse von Professor Ressa Koleva. Nach Konzerten und Opern­auftritten in Bulgarien, Griechenland, Deutsch­land und Italien wirkte er seit der Saison 2004/2005 an Konzert- und Opernaufführungen in Wien, Budapest, Prag und Sofia mit. Der Künstler arbeitet frei mit L.E.O. Theater Wien, Opernwerkstatt Wien, Kinderoper der Wiener Staatsoper, Mödlinger Symphoniker, "Pygmalion" Theater Wien, Sofia Philharmonie u. a. zusammen. Apostol Milenkovs Repertoire umfasst Partien wie Sarastro ("Die Zauberflöte"), Don Basilio ("Der Barbier von Sevilla"), die Bariton- und Basspartien in "Don Giovanni" und "Hochzeit des Figaro" und zahlreicher Verdi-Opern (König Philipp, Fiesco, Ramfis, Sparafucile usw.).

Seth Hobson

Der gebürtige Amerikaner erwarb seinen Bachelor of Music an der „Appalachian State University“ in Boone, North Carolina. Er wirkte in Produktionen des „Indiana University Opera Theaters“ und der „Charlotte Opera Carolina“ mit und kam nach Österreich, um sein Gesangsstudium fortzusetzen. Das Repertoire des jungen Tenors umfasst u. a. die Mozart-Partien Ferrando in „Così fan tutte“ und Don Ottavio in „Don Giovanni“, Rinuccio in Puccinis „Gianni Schicchi“ und Eisenstein in Strauß‘ „Die Fledermaus“. Im Jänner 2009 trat er bei einem Konzert im Großen Saal des Wiener Musikvereins auf.


Fr. 30.07.2010
02:52
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