Geleitworte des Intendanten
Kunst trotz(t) Krise!

Peter ScheutzDas Salzkammergut Mozartfestival begeht seine fünfte Saison. Was so selbstverständlich und banal klingt, ist aber gerade in diesem Jahr eine nähere Betrachtung wert. Denn auch wir agieren nicht losgelöst von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. Entwicklungen, die in den letzten Jahren geprägt waren von Verantwortungslosigkeit und Egoismus auf Kosten anderer. Wobei ich natürlich nicht anstehe zuzugeben, dass es Auswirkungen der aktuellen Krise gibt, die wesentlich ernster sind als jene, mit denen sich das Salzkammergut Mozartfestival konfrontiert sieht. Dennoch darf an dieser Stelle gesagt werden, dass die Vorbereitungen und das Zustandekommen des aktuellen Programmes durchaus von finanziellen Herausforderungen geprägt war. Umso glücklicher bin ich natürlich, dass es gelungen ist, einen Veranstaltungsreigen zu erarbeiten, der den Vergleich mit den vorhergehenden nicht zu scheuen braucht.

Wenn nun hier die Rede von besonderen Herausforderungen in diesem Jahr ist, so betreffen sie natürlich in erster Linie den finanziellen Aspekt. Denn selbstverständlich benötigt das Salzkammergut Mozartfestival wie die meisten anderen Kultureinrichtungen auch Mäzene und Sponsoren, um reüssieren zu können. Dass hier eine gewisse Zurückhaltung und Vorsicht zu bemerken ist und war, verstehe ich und alle anderen Protagonisten des Festivals nur allzu gut. Die Herausforderung lag nun darin, noch effizienter und fantasievoller die zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen. Nicht ohne Stolz darf ich an dieser Stelle behaupten, dass dies mit Bravour gelungen ist. Aber gerade weil allerorts Zurückhaltung zu verspüren ist, darf ich an dieser Stelle neben den Gemeinden Bad Goisern und Hallstatt einen Akteur besonders hervorheben, ohne den das Zustandekommen der diesjährigen Saison nicht möglich gewesen wäre: das Land Oberösterreich. Selbst auf den Verdacht der politischen Anbiederung hin darf ich dem Land in Person von Landeshauptmann Josef Pühringer meinen großen Dank aussprechen. Dank für die ebenso freundliche wie verlässliche Unterstützung, die wir jedes Jahr erfahren und die gerade heuer so wichtig war.

Im Gegenzug präsentieren wir ein Programm, das wieder getrost als erstklassig bezeichnet werden darf. Neben unseren Namensgeber Mozart stellt es dieses Mal zwei Komponisten des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Werner Pirchner und Dmitri Schostakowitsch. Schon das Eröffnungskonzert - mit der Festrede von Felix Mitterer - in der evangelischen Kirche in Bad Goisern unterstreicht das mit Werken dieser drei Künstler. Wie jedes Jahr dreht sich auch heuer wieder alles um die große Mozartoper. Dieses Mal „Le nozze di Figaro“ in zwei szenischen Aufführungen. Rundherum erwarten Sie weitere tolle Konzerte von Kammer- bis Blasmusik.

Beste Voraussetzungen also für viele begeisterte Zuseher und Zuhörer. Ich würde mich freuen, wären auch Sie dabei!

Peter Scheutz
Peter Scheutz
Intendant des Salzkammergut Mozartfestivals

So. 05.02.2012
10:30
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