Die Festival-Saison 2010
Bühnen frei für Mozart & Co

Das Salzkammergut Mozartfestival begeht seine fünfte Saison. Und wie immer sind Sie herzlich eingeladen, eine, mehrere oder gar alle der insgesamt acht Veranstaltungen an drei Spielstätten zu besuchen. Von 10. Juli bis 22. August 2010 erwarten Sie wieder eine Reihe künstlerischer Leckerbissen, wie sie nicht alle Tage zu sehen und zu hören sind. Schon gar nicht zwischen Bergen und See, in den beiden so außergewöhnlichen Orten Hallstatt und Bad Goisern.

Als das Salzkammergut Mozartfestival im Mozartjahr 2006 das Bühnenlicht erblickte, war noch keine Rede davon, dass daraus eine dauerhafte Institution werden würde. Nun, vier Jahre und viele brillante Aufführungen später, hält man am erfolgreichen Festivalkonzept fest, bei dem sich rund um eine große Mozartoper eine Reihe weiterer Veranstaltungen schart. In diesem Jahr sind es zwei szenische Aufführungen der großen Mozartoper „Le nozze di Figaro“ (Die Hochzeit des Figaro), die gleichsam das künstlerische Epizentrum bilden. Regie führt einmal mehr Wolfgang Schilly, im Hauptberuf Abendspielleiter an der Wiener Staatsoper.

Rund um „Le nozze di Figaro“ im Hallstätter Kultur- und Kongresshaus programmierte der künstlerische Leiter des Festivals Peter WesenAuer einen sehr ambitionierten Veranstaltungsreigen, der sich neben Mozart in diesem Jahr zwei bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts widmet. Dmitri Schostakowitsch und Werner Pirchner. Schon das Eröffnungskonzert, bei dem der österreichische Autor Felix Mitterer die Festrede hält, unterstreicht mit Werken dieser drei Meister diese Schwerpunktsetzung. Der im Jahr 2001 verstorbene, grandiose tiroler Tonschöpfer Werner Pirchner schuf neben Jazzmusik und „ernsten“ Tonsetzereien auch viele Signations für den ORF-Radiosender Ö1, die noch heute täglich zu hören sind. Zum künstlerischen Gedenken öffnet das Museum Hallstatt in der Festivalzeit seine Türen zu einer Sonderausstellung über sein Leben und Werk. Dmitri Schostakowitsch wiederum gilt neben Strawinski und Prokofjew als der bedeutendste Komponist Russlands im 20. Jahrhundert. Der Cellist Mstislaw Rostropowitsch sah in seinem sinfonischen Schaffen eine „Geheimgeschichte Russlands“. Und Gottfried Blumenstein bezeichnete sein Werk einmal als „apokalyptischen Soundtrack zum 20. Jahrhundert“.

Im Laufe der Jahre hat sich beim Salzkammergut Mozartfestival so etwas wie ein kleines und sehr feines Ensemble eingespielt. Dazu gehört zum Beispiel die Sinfonietta da Camera Salzburg, die sowohl die Eröffnung als auch die Mozartoper und die abschließende Konzertmatinee musikalisch begleitet. Stammgäste sind in diesem Jahr aber auch wieder das Trio Tableaux mit einem seiner wunderbaren Kammermusikkonzerte im Kultur- und Kongresshaus Hallstatt. Dem gleichen musikalischen Genre verschrieben haben sich Pobenberger & Rektenwald, die schon vorher und ebenfalls in Hallstatt ein Kammermusikkonzert geben. Darüber hinaus stellen sich das Salzkammergut Bläserensemble und Solisten mit „Mixturen“ in der tollen Arena der neuen Landesmusikschule in Bad Goisern ein. Nach einer musikalischen Weltreise durch eben diese Musikschule eine Woche später mit Werken von Mozart bis Eric Clapton beschließt die traditionelle Konzertmatinee in Hallstatt das diesjährige Festival. Mit dabei unter anderen Fausto Quintabà.

Die erfreulichen Zuschauerzahlen im Vorjahr haben einmal mehr bewiesen, dass hoch qualitative und publikumswirksame Kunst auch mit geringen finanziellen Mitteln im Dachstein-Salzkammergut möglich sind. Das heurige Programm hat ganz sicher das Potenzial dazu, diesen Erfolg zu wiederholen, zumal auch die traditionell niedrigen Kartenpreise auf dem Niveau des Vorjahres geblieben sind. Beste Voraussetzungen also für Sie, mit dabei zu sein. Die Einladung lautet: Schauen Sie sich das an!


Fr. 10.09.2010
20:31
tickets
Tickets 2010
Packages 2010