Konzertmatinee
Werke von Mozart, Pirchner, Schostakowitsch
Solisten: Fausto Quintabà (Klavier), Josef „Joe“ Hofbauer (Trompete)
Orchester: Sinfonietta da Camera Salzburg
| Sonntag, 22. August 2010 |
11.15 Uhr |
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| Kultur- und Kongresshaus, Hallstatt |
PROGRAMM:
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| W. A. Mozart: |
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Mailänder Symphonie Es-Dur, KV 160
- Allegro
- Un poco Adagio
- Presto
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| W. Pirchner: |
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Emigranten-Symphonie
- Mozart und Schubert
- Die logische Konsequenz des Marschierens
- ... sie haben nichts gewusst ...
- ... sie wollten auch jetzt nichts wissen ...
- Ein Emigrant - hat sich verrannt - in diese Symphonie
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| D. Schostakowitsch: |
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Konzert für Klavier, Trompete und Streicher
- Allegretto
- Lento
- Moderato
- Allegro con brio
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| P. WesenAuer: |
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Drei Orchesterstück
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Konzertmatinee zum Festival-Abschluss
Fausto Quintabà am Klavier, wunderbare und dennoch selten zum Besten gegebene Stücke von Mozart, Skurriles von Werner Pirchner, ein musikalisches Feuerwerk an Einfällen von Dmitri Schostakowitsch und eine Überraschung - das sind die exquisiten Ingredienzen dieses vormittäglichen Musikschmauses.
W. A. Mozart: Mailänder Symphonie, KV 160Auf seiner dritten italienischen Reise schrieb W. A. Mozart sechs Streichersymphonien (KV 157 bis 160). Sie entstanden in einzelnen Etappen vom Oktober 1772 bis Mai 1773. Die Kompositionen weisen durchwegs italienischen Charakter auf. Sie sind jedoch im Vergleich zu den Salzburger Symphonien (KV 136 bis 138) im Ausdruck stärker, auch ist die thematische Arbeit gründlicher geworden. Leider sind diese Werke, die echtes Musiziergut darstellen und schon den Stempel des jungen Meisters tragen, zu Unrecht mehr oder weniger vergessen. Beim Salzkammergut Mozartfestival 2010 werden sie wieder zu neuem Leben erweckt.
W. Pirchner: Emigranten-SymphoniePirchner schrieb auf das Titelblatt seiner Emigranten-Symphonie: „Gäbe es nicht Haydn, Mozart, Schubert, Bruckner, die Strauss-Familie, Mahler, Schönberg, Berg, Webern und Zawinul wäre Hitler der weltweit bekannteste Österreicher ... Grauslig! Dieses Stück ist einer meiner Versuche, mich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen.“
D. Schostakowitsch:
Konzert für Trompete und OrchesterDie viersätzige Form des Konzertes verweist auf vorklassische Modelle. Auch die Führung der zwei Soloinstrumente, die zu Beginn - das Klavier mit zwei rasanten Skalenläufen, abwärts - und sogleich wieder aufwärts, die Trompete mit einer energischen Achtelnote - ihre Visitenkarte abgeben, findet hier ihre Vorbilder. Und dann beginnt ein wahres Feuerwerk an Einfällen. Immer wieder bringt die Trompete mit Witz und Ironie Jazzklänge und Militärsignale ins Spiel. Dann wieder folgt eine lärmende Galoppade, folgen dynamische Revolutionsintonationen, werden toccatenartige Passagen dazwischen geschoben.
Uraufführung zum Finale.
P. WesenAuer: Drei OrchesterstückeAls besonderes Gustostück präsentiert Peter WesenAuer im Anschluss die Uraufführung von drei Orchesterstücken aus seiner selbst komponierten Oper „Eine blassblaue Frauenschrift“, nach einer Erzählung von Franz Werfl aus dem Jahr 1941. Dieses Werk inspirierte schon den berühmten Axel Corti zu einer filmischen Umsetzung. Nun folgt Peter WesenAuer mit einer Oper, aus der drei Appetithappen die Matinee beschließen.
Fausto Quintabà wurde 1977 in Palermo geboren. Er erhielt Klavierunterricht bei dem Pianisten und Komponisten Marcello Biondolillo am Konservatorium Vincenzo Bellini ebenfalls in Palermo. Nach seiner Diplomprüfung mit Auszeichnung gewann er viele nationale und internationale Wettbewerbe und besuchte die Meisterklasse von Aquiles Delle Vigne an der Internationalen Sommerakademie Mozarteum. Sein Studium am Mozarteum im Klavierkonzertfach schloss er mit Auszeichnung bei Claudius Tanski ab. Immer öfter als Pianist für Neue Musik gefragt, konzertierte er in vielen Ländern Europas. Im Jahr 2000 erhielt er die Stelle als Korrepetitor und Pianist des Orchesters der Stiftung Teatro Massimo in Palermo. Mit dem Klarinettisten Gaspare Vittorio Buonomano gewann er im Juli 2004, in nur einem Monat, bei fünf internationalen Wettbewerben den jeweils ersten Preis. Im Juli 2005 und 2006 spielte er im Rahmen der Eröffnung der Salzburger Festspiele. Fausto Quintabà ist seit September 2008 Korrepetitor am Landeskonservatorium in Innsbruck. „Ein hervorragender Pianist!“, schrieb der Komponist Joseph Horovitz nach dem Hören seiner „Sonatina“ für Klarinette und Klavier, die Fausto Quintabà zusammen mit dem Klarinettisten Ferdinand Steiner aufgenommen hatte.
Josef „Joe“ Hofbauer, in Wien geboren, studierte er an der Wiener Musikuniversität. Konzertfachdiplom bei Carole Dawn Reinhart. Weitere Studien brachten ihn auch zu Maurice André.
Sein solistisches Debüt gab er 1986 im Wiener Musikverein. Es folgten zahlreiche Tourneen, die ihn in fast alle Länder Europas, nach Libyen, Korea, Japan, China, Brasilien, in die Türkei und die USA führten. 1986 - 1992 war er Solotrompeter des Barockensembles Vindobona, danach erster Trompeter an der Wiener Kammeroper, der Neuen Oper Wien, der Wiener Kammerphilharmonie und zurzeit ist er auch Mitglied der Vienna Classical Players (Kammerorchester der Wiener Symphoniker). Engagements am Wiener Volkstheater und am Theater in der Josefstadt.
2004 Uraufführung des ihm gewidmeten Trompetenkonzerts von Guido Mancusi, mit Konzerten in Coburg, Wien und Klagenfurt, im gleichen Jahr interpretierte Josef Hofbauer als erster Trompeter überhaupt das Konzert von Joseph Haydn in dessen Geburtshaus in Rohrau. 2003 Uraufführung der Capriccen für Solotrompete von Wolfram Wagner in Bratislava. 2005 Uraufführung des Trompetenkonzerts von Peter M. Wildner in Wien. Seit 1988 ist er als Lehrer an der Beethoven Musikschule in Mödling tätig.
Als Solist veröffentlichte Josef Hofbauer bislang 14 CDs mit verschiedenen Musikstilen - von Barockem über zeitgenössische Kompositionen bis zur Jazzmusik und Soundtracks. Zusammenarbeit u. a. mit Agnes Baltsa, José Carreras, Rudolf Buchbinder, Roland Bartik, K. M. Brandauer und Zubin Mehta. Auftritte und Aufnahmen im ORF, ZDF, mdr, 3sat, NHK, dem slowakischen und hessischen Rundfunk, rbb, Radio Cataluña, im koreanischen und australischen Fernsehen unterstreichen seine rege internationale Tätigkeit.