Salzkammergut Bläserensemble & Solisten
„Mixturen“
Werke von Gulda, Chopin und Pirchner
| Samstag, 7. August 2010 |
20.00 Uhr |
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Arena der Landesmusikschule, Bad Goisern
(bei Schlechtwetter in der Landesmusikschule, Bad Goisern) |
Yvona Timoianu (Cello)
Ayami Ikeba (Klavier)
Salzkammergut Bläserensemble unter der Leitung von Klaus Pesendorfer
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PROGRAMM:
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Friedrich Gulda:
(1930 - 2000)
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Konzert für Violoncello und Blasorchester
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Walter Kienesberger:
(* 1956)
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Festfanfare
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Werner Pirchner:
(1940 - 2001)
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Noten für die Pfoten |
Frédéric Chopin:
(1810 - 1849)
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Klavierkonzert in e-moll, op. 11 |
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Drei Meister frisch angerührt!Mixtur ist der lateinische Ausdruck für Mischung, medizinisch betrachtet für Mischtrank, orgeltechnisch ein mehrchörig ausgelegtes Register und beim Salzkammergut Mozartfestival steht es für ein buntes Potpourri aus Meisterwerken von Gulda, Chopin und Pirchner.
F. Gulda: Konzert für Violoncello und BlasorchesterFriedrich Gulda schrieb für den Cellisten Heinrich Schiff, in Gmunden geborener Cellist und Dirigent, ein Konzert für Violoncello und Blasorchester mit den Sätzen Ouverture, Idylle, Cadenza, Menuett, Finale alla marcia. Der erste Satz des Konzertes stellt gänzlich neue Anforderungen an den Cellisten. Neben spieltechnisch schwierigen Aufgaben muss der aggressive Rockrhythmus locker, aber genau, ohne Vibrato gemeistert werden. Die „Idylle“ bezieht sich auf das Salzkammergut als Ort der Schönheit, Größe und Einfachheit dieser Musik. Die Kadenz fungiert als musikalischer Mittelpunkt des Konzertes. Zwei Improvisationsteile, nachdenkliche und zögernde Monologe und rhythmisch wilde Erinnerungen an die Zeit vor der Idylle kontrastieren reizvoll miteinander. Der letzte Satz gefällt mit Lustigkeit. Wie ein Unwetter entwickelt sich noch einmal ein jazziger Mittelteil, nach dem bis zum Ende eine „Coda par excellence“ den glanzvollen Schluss bildet.
Walter Kienesberger: Festfanfare„Ich bin bemüht, dem jeweiligen musikalischen Anspruch entsprechend, alle Parameter der Musik im Auge zu behalten. Zum Beispiel Linearität, Klangfarbe, „Harmonik“, Rhythmik. Jeder der genannten Teile kann bestimmendes Strukturelement bzw. Keimzelle sein. Fasslichkeit und Transparenz der musikalischen Aussage sind mir besonders wichtig. Keinem bestimmten Stil mit Haut und Haar verschrieben.“ (Walter Kienesberger, 1994)
W. Pirchner: Noten für PfotenEine Sammlung von mittleren bis schweren Klavierstücken in fünf Heften. Und im Übrigen eine nicht vollendete Arbeit.
Heft 1: In der Gugguggs-Schule
Das erste C, D und E, In der Fruah, Geh' ma wieder weiter, H-A-G & C, Hoppel-di-Hoppel, In der Gugguggs-Schule.
Heft 2: A Taste of Life
Auf geht's! Gia ma bold hoam, Barfuß-Plattler, Die Karawane zieht vorüber ... Mit'n Landauer, Barcarole, Kloanhäuslertanz Nr. 3 bis 6 und 11, 12 und 15, Froh, A Taste of Life, Erwache ... (und lache?!), Trotzdem - 1991 noV 29, 1992 noV 30, 11-i-Jodla, Kleiner Ländler, Aus einem Film über den Dichter Alfons Petzold, Poem, Tip 1, Nikolausabend, Choral, Oamoldagigl - Oamoldagogl, Stimmungslied, Freundlich.
Heft 3: Birthday-Serenade
Birthday-Serenade
Heft 4: Kleine Messe um C
Von der Herrlichkeit (In halber Birnenform), Von der Fröhlichkeit, Choral in C-Dur (Vermischte Gefühle), Vom Alltäglichen (Streng im Rhythmus), Von der Traurigkeit, Lustig geht die Welt zugrunde.
Heft 5: For Improvisation
Himmel blau, The Carter, Foxhole 15, Von der gewöhnlichen Traurigkeit (Piano), Drein sein - beinander bleibn, Trainingspaper, In A Dorien Mode, D + G, Querfeldaus-Groove-Blues, Little Waltz for my Baby.
F. Chopin: Klavierkonzert in e-Moll, op. 11Chopins Klavierkonzert erklingt beim Salzkammergut Mozartfestival in einer Fassung für zwei Klaviere. Solistin ist Ayami Ikeba. Dieses Werk, das am Beginn der Reihe der populären Klavierkonzerte der Romantik steht, hat Chopin bereits mit 20 Jahren komponiert. Also in einer Zeit, in der seine an Bach orientierten Etüdenwerke einen neuen pianistischen Meilenstein setzten. Chopin präsentierte sich mit diesem Konzert als aufstrebender Virtuose im Jahr 1831 im Wiener Kärntnertortheater. Als erster und bislang vielleicht einziger Komponist gelang es ihm, die Schönheit, die spezifische Eigenheit und Klangvielfalt des modernen Flügels bis in die Tiefe auszuloten. Redselig und perlend in den schnellen Sätzen mit rauschenden Akkordkaskaden und atemberaubenden Passagen. Dazwischen der mittlere Adagiosatz mit wehmütigen Melodien in der feinen Stimmung eines für Chopin so bezeichnenden himmlischen Nocturnes.
Ayami IkebaSoloauftritte mit weltberühmten Musikern wie Anne-Sophie Mutter in der Semperoper Dresden und dem NHK Symphony Orchestra unter dem Dirigenten Sir André Previn, weiters mit Alfons Kontarsky und Benjamin Schmid prägen die Laufbahn von Ayami Ikeba. Die Siegerin beim Internationalen Klavierwettbewerb Busoni in Italien gab zahlreiche Konzerte bei renommierten internationalen Klavierfestivals wie bei der Ruhrtrienale und in Bergamo. Ayami Ikeba ist Professorin an der Musikuniversität Graz.
Yvona Timoianu studierte an der Musikakademie in Bukarest und im Mozarteum in Salzburg und erwarb 1983 ihr Diplom mit Auszeichnung. Gleichzeitig wurde ihr der Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in Wien verliehen. Ihre wichtigsten Lehrer waren Serafim Antropov, Stefan Popov und Mstislaw Rostropowitsch. Ihre Konzerttätigkeit führte sie von Tokio bis Quito, von Kapstadt bis Mexiko, von Neu-Delhi bis Santiago de Chile und von Seoul bis Panama. Sie errang mehrere internationale Preise, darunter 1986 den 1. Preis beim Internationalen Violoncellowettbewerb von Vina del Mar, Chile und zwei Jahre später die Goldmedaille und den 1. Preis der „International String Competition“ der Universität von Pretoria, Südafrika.
Salzkammergut BläserensembleDas Salzkammergut Bläserensemble unter der Leitung von Klaus Pesendorfer besteht aus namhaften heimischen Musikpädagogen aus dem Landesmusikschulwerk. Seine Mitglieder sammelten ihre künstlerische Erfahrungen bei Auftritten mit bekannten Orchestern wie dem Brucknerorchester Linz, Mozarteumorchester Salzburg und der Camerata Salzburg.