Die Festival-Saison 2011
Mahler und Mozart

Traditionellerweise ist es die große Mozartoper, die im Mittelpunkt des Festivals steht. Und in bewährter Weise hat der künstlerische Festivalleiter Peter WesenAuer wieder eine Handvoll interessanter Veranstaltungen rund um das unumstrittene Highlight programmiert. Schon die Werkauswahl beim Eröffnungskonzert referiert auf jenen Künstler, der heuer neben Mozart im Zentrum des Interesses steht. Es ist Gustav Mahler, dessen Todestag sich heuer zum 100. Mal jährt. Bevor dann am 10. und 14. August „Le nozze di Figaro“ im Hallstätter Kultur- und Kongresshaus zum Besten gegeben wird, bezaubert das Streicherquartett „Ad Hoc“ mit einem Kammermusikkonzert. Eine Woche später lädt das Blaserquintett des Mozarteumorchesters Salzburg zu einem Treffen von Blechblasinstrumenten mit dem Alphorn.

Figaro mit Aperitif

Die Wiederaufnahme von „Le nozze di Figaro“ aus dem Vorjahr unter der Regie von Wolfgang Schilly kann durchaus als Zugeständnis an das Publikum und die Kritik interpretiert werden. Denn die Reaktionen oszillierten zwischen Standing Ovations des Publikums und „Volltreffer“ wie auf der Salzburger Onlinekulturzeitung DrehPunktKultur zu lesen war. „Viele viele gute Ideen hatte Wolfgang Schilly für seinen pfiffigen, zeitgemäßen Figaro ...“ schrieben die Oberösterreichischen Nachrichten über eine Inszenierung voller Charme und Witz. Gleichsam als Aperitif zur ersten Opernaufführung am nächsten Tag lädt Dirigent Peter WesenAuer mit der Sinfonietta da Camera Salzburg und den Gesangssolisten der Oper am Vorabend zu einem Open-Air-Konzert bei freiem Eintritt auf den Marktplatz in Hallstatt ein. Gegeben wird ein flotter Querschnitt durch bekannte Werke aus Oper, Operette, Musical und Filmmusik. Das Ende des Salzkammergut Mozartfestivals markiert die traditionelle Konzertmatinee, die den Kreis zu Gustav Mahler mit seinem Adagietto aus der Symphonie Nr. 5 schließt. Darüber hinaus dirigiert Peter WesenAuer das Lied der Lieder von Schelomo für Streichorchester und zwei Sprecher, die von Oliver Heinz Karbus und Adele Neuhauser gegeben werden. Letztere ist einem breiten Publikum u. a. durch ihre zahlreichen Auftritte in TV-Produktionen bekannt.

Wenig Geld für hohes Niveau

Auch in diesem Jahr bleibt das Festival seiner Strategie der kleinen Preise treu. Intendant Peter Scheutz. „Kultur sollte nicht einer finanzkräftigen Bevölkerungsgruppe vorbehalten sein. Vielmehr verstehen wir unsere Preisgestaltung als Einladung an alle Kulturinteressierten, dieses für die Region einmalige Kulturevent für sich zu entdecken und zu genießen.“ Tatsächlich überrascht das Salzkammergut Mozartfestival auch heuer mit günstigen Preisen, die bei allen Verkaufsstellen einheitlich sind. Das heißt, es werden keine Bearbeitungsgebühren oder sonstige Aufschläge verrechnet. Zweitens können online gekaufte Tickets auch an der Abendkasse hinterlegt werden, wodurch der Besucher Porto und Versandkosten spart. Die Eintritte betragen somit einheitlich je nach Veranstaltung zwischen 16 und 32 Euro.

Treue Künstler und Fans

Mitverantwortlich für diese attraktiven Preise sind aber auch die Künstler, die schon seit Jahren in erster Linie aus Freude und Enthusiasmus am Salzkammergut Mozartfestival teilnehmen und sich eine begeisterte Fangemeinde erspielt haben.


Fr. 18.05.2012
15:49
tickets
Tickets 2011
Packages 2011